und “nah am Wasser gebaut”

Ich habs in meinem letzten Eintrag richtig wörtlich genommen – aber spontan fällt einem ja eher die Redewendung ein, die meint, dass man sehr leicht weint. Bei Hochzeiten, Filmen, Reden, Geschenksübergaben, Begräbnissen… oder einfach so. Wenn du die einfach-so-Version von dir selbst kennst, dann gehörst du wahrscheinlich zu jenen Frauen, bei denen sich auch die hormonellen Berg- und Talfahrten leicht aufs Gemüt schlagen. Schwangerschaft, oder die Wechseljahre beispielsweise. Eine der hormonellen Achterbahnen eben. Nicht alle trifft es gleich. Zum Glück.

Nun habe ich ja mit den Bachblüten schon einige gute Helferleins, die für solche Fälle in Frage kommen. Oftmäls lässt sich die Sensibilität bereits mit Chicory auf ein robusteres Maß anheben.

wegwarte_4299Und gerade kam im Bachblüten-Forum genau die Frage danach. Es kann wirklich lästig sein. Je nach Abstufung, Anlässen und sonstiger Gesamtsituation des Menschen kommen noch andere Bachblüten in Frage, wie z.B. Star of Bethlehem. Aber da ist dann schon ein echter trauriger Anlass im Spiel. Mir gehts jetzt mehr um die Situation, wo jemand wirklich “zu nah am Wasser” gebaut ist, der auslösende Moment und die Tränen  sich irgendwie nicht so “verhältnismäßig” anfühlen. Mustard wär vielleicht auch noch eine passende Bachblüte. Die Mustard-Traurigkeit kommt auch “aus heiterem Himmel”. Ist aber eben auch eine “Traurigkeit”, nicht dieses Überschwappen der Tränen aus beliebigen Gefühlen und Anlässen.

Als Symptom im Laufe der Wechseljahre habe ich auch Bekanntschaft damit gemacht. Nachdem ich in Bezug auf Bachblüten schon recht viel Erfahrung habe, habe ich die Gelegenheit genützt und mich mehr auf Selbstversuche mit den Knospenextrakten verlegt. Ganz oben auf meiner Hit-Liste steht da nun die Himbeere.

himbeeren_6860Gar nicht so verwunderlich, sind doch auch die Himbeerblätter als Tee ein gut bekanntes Mittel bei allen Formen von “Frauenleiden”. Dachte ich. Ein Kontrollblick in Heilkräuterbücher ergibt nämlich kaum einen Hinweis auf diese Anwendung. Nur in speziell für Frauen geschriebenen Ratgebern ist sie hartnäckig zu finden. Meine Erfahrung mit den Himbeerknospen-Extrakten zeigt mir: zu Recht :-) . Gerade diese “übersensiblen” Gemütsverfassungen lassen sich mit dem Extrakt aus den Knospen der Himbeere gut stabilisieren.

Wie bei allen – von mir am meisten geliebten “harmlosen” – Mitteln ist es sicher nicht für jede Frau gleichermaßen nützlich und hilfreich. Meiner Erfahrung nach ist es auch nicht in jeder Phase gleich. So können je nach sonstigen Unpässlichkeiten andere Knospen die bessere Wahl sein. Walnussknospen-Extrakt beispielsweise. Oder als Bachblüte Walnut.

walnuss1496Knospenextrakte und Bachblüten vertragen sich generell sehr gut und lassen sich auch hervorragend kombinieren.

Falls du überlegst, dir ein Bachblüten-Buch zuzulegen: Letzten Herbst ist ein schönes Werk von einer mir persönlich bekannten Klosterneuburgerin erschienen. Ihre Texte zu den einzelnen Blüten sind sehr liebevoll verfasst und gerade so lange gehalten, dass meist auf einer Doppelseite ein Gesamtwerk von Text und stimmigen Fotos Platz findet, dazu noch die originale (englische) Beschreibung von Bach selbst. Da ist schon fast die Beschäftigung mit den Beschreibungen hilfreich.  Selbsthilfe mit Bachblüten

 

nah am Wasser

Wenn man sich so umschaut in Österreich… dann stehen die größeren Städte an  größeren Flüssen, Wien und Linz an der Donau, Graz an der Mur, Innsbruck am Inn, jetzt nur so als Beispiele, – und überhaupt Ortschaften gerne entlang von Gewässern.

Ich selbst schätze mich auch glücklich, weil unser Grundstück an ein kleines Bacherl angrenzt. So ein erholsames nettes Platzerl

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Aber nicht nur Siedlungsgebiete liegen gerne in einem Naheverhältnis zu Wasser – auch Wanderwege werden attraktiver und abwechslungsreich, wenn sie an Bächen oder Wasserfällen entlang oder dran vorbei führen.

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Ist einfach schön.

Nur manchmal werden wir erinnert, dass es nicht immer so lieblich zugeht in der Natur. Weiterlesen

Mammutbäume

Als es konkreter wurde, dass wir nach Kalifornien fliegen, war für mich klar, dass ich gerne einen Mammutbaum in möglichst natürlicher Umgebung sehen möchte. Das Hauptziel war unsere Tochter zu besuchen, die zur Zeit ihr Masterstudium in Stanford absolviert. Das ist in Palo Alto, südlich von San Francisco. Das war daher unser Ausgangspunkt.

paloAlto_0385Pflanzenliebhaber wie ich sehen neben dem Schriftzug das Baum-Symbol rechts auf dem Schild. Und gleich dahinter sind zwei “Redwoods” in Echt zu sehen. Nicht nur Palo Alto, auch die Universität Stanford trägt diesen Baum in ihrem Siegel – und er steht auch für Kalifornien.

Aber für mich braucht er gar nicht so ein gewichtiger Symbolträger sein. Einfach weil es ein ungewöhnlicher Baum ist, wollte ich die Gelegenheit nützen und einen “original-Schauplatz” sehen – einen natürlichen Lebensraum von Mammutbäumen, wo einzelne Bäume schon vor dem Nullpunkt unserer Zeitrechnung zu wachsen begonnen haben – also seit mehr als 2000 Jahren leben. Sind so groß und berühmt, kann ja nicht schwer sein

Erste Hürde: Es gibt nicht “den” Mammutbaum – sondern es sind 2 Arten, die in Kalifornien heimisch sind. Die Entfernungen sind groß, mein Aufenthalt begrenzt. Also welchen von beiden soll ich mir aussuchen? Weiterlesen

Vertikutieren – oder nicht

Wer einen schönen grünen Rasen möchte, ist im Frühjahr dazu angehalten seinen Rasen zu vertikutieren. Das Wort ist zusammengesetzt aus den englischen Begriffen vertical und cut. Es wird also senkrecht (lotrecht, gerade in die Erde) geschnitten.

Dazu muss man verstehen, dass Gräser senkrechte Wurzeln haben. Und viele der Rasenunkräuter ein waagrechtes Wurzelgeflecht. Durch dieses Anritzen der Erde wird daher Gras nicht geschädigt, das Unkraut jedoch schon. Das Gras wird dadurch “belüftet”, es bekommt wieder gut Platz und kann sich schön entwickeln. Damit es noch besser wächst, wird dazu geraten, nach dem Vertikutieren auch gleich zu düngen.

Doch die Verkettungen sind kompliziert – und der Weg zu einem saftig-grünen Rasen damit noch keinesfalls “a gmahte Wiesn”. So wird dann Löwenzahn, der mit seiner senkrechten Pfahlwurzel dem Vertikutierenden die lange Nase zeigt, eben händisch ausgestochen. Bleiben noch die ausläufertreibenden Pflanzen wie die Gundelrebe oder der Klee, die durch das Vertikutieren gleich noch besser verteilt und verbreitet werden.

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Die Lösung für den Rasenfreund: dem Rasendünger ist schon gleich ein passender Unkrautvernichter beigefügt.

Hm. Diese Kette nimmt keinen guten Verlauf. Besorgte Gesichter wegen Bienensterben – und Unkrautvernichter im eigenen Hausgarten? Passt das zusammen? Weiterlesen

Gottesanbeterin

Da kratzerl ich gemütlich die Blätter vom Nussbaum zusammen….. Bis… hm…. Moment. Da bewegt sich etwas “anders”.

fangschrecke_7164Schnell den Fotoapparat geholt.

Sieht ja aus wie eine Gottesanbeterin. Aber sind die nicht eigentlich grün? Und gibts da mehrere, oder eh nur eine? Lässt sich natürlich alles übers internet herausfinden.

Aber zuerst muss man einmal hinschauen. Hoffen, dass ein Foto auch was wird….

mantis_7153Sieht ja wirklich toll aus. Sehr alienmäßig. Weiterlesen

Eine Orchideen-Prinzessin

Draußen kühl und regnerisch… eine gute Zeit, um die Urlaubsfotos noch einmal zu betrachten. Da war auf Dugi Otok (Kroatien) eine sehr auffällige Blume dabei… und noch nicht die Zeit, um mich “angemessen” um sie zu kümmern.

ragwurz_6236“Angemessen” deshalb, weil sie tatsächlich etwas sehr Besonderes ist. Ich war anfangs begeistert… aber ratlos, was ich da Hübsches vor Augen habe. Erst mit Hilfe von einigen echten Orchideen-Experten habe ich erfahren, dass es eine Varietät einer Bienen-Ragwurz ist, die erst im Jahre 2010 zum ersten Mal beschrieben worden ist (wer genau nachlesen möchte: hier gehts zum thread im Pflanzenbestimmungsforum).

Man gab ihr den Namen Ophrys apifera var. patinata, wegen der schüsselförmigen Unterlippe (im Heft: Berichte aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen 27 (2); 2010).

Dazu muss man wissen, dass die Arten aus der Gattung Ragwurz (Ophrys) allgemein zu starken Spezialisierungen neigen und komplizierte Formen entwickeln, die den unterschiedlichen Bestäubern ein Weibchen vorgaukeln sollen. Weiterlesen

Cholesterinsparsam Kochen

Am Anfang steht oft eine ernste (bis sehr ernste) ärztliche Ermahnung….. Mit der Zeit dämmert es, was es konkret bedeutet……. Keine Salami, Wurst am besten überhaupt keine mehr, Leberkäse gaanz schlecht… aber auch so harmlose Dinge wie die gute Milch, sind plötzlich nicht mehr “gut”. Tierisches Fett ist ab nun die Kurzform für Käse, und oje…  fürs beste Schlagobers. Verflixt das alles. Nix darf man mehr.

Ich hab Glück. Mich selber trifft es gar nicht. Aber wenn einer in einem gemeinsamen Haushalt seine Ernährung streng umstellen möchte….. ja, dann ist es mit dem “mich trifft es nicht” schon nicht mehr so weit her. Es wird gemeinsam umgestellt. Eh klar, oder?

Praktisch gesehen… muss wirklich JEDES einzelne Gericht neu angepasst werden. Normale Knödel? Zu viel Ei, mit Butter nicht gespart, und genau genommen…. auch die Milch zu fett.

LinsenmitKnoedelAlso wird das Knödel-Rezept umgestaltet.

  • Statt (viel) Butter, nehmen wir jetzt (weniger) Öl zum Anrösten der Zwiebel. Meistens wird es ein gutes Bio-Sonnenblumenöl. Bio und möglichst vollwertig war mir auch früher schon wichtig.
  • Statt normal-fetthaltiger Milch nehmen wir eine Bio-Leichtmilch.
  • Und mit weniger Ei werden es auch noch gute Knödel

Hier kommt kein Gefühl auf, arm zu sein, auf “alles” verzichten zu müssen… Im Gegenteil: Uns schmeckt die cholesterinsparsam-abgewandelte Variante wirklich, zum Beispiel mit  Linsen. Die sind natürlich auch neu angepasst. Es ist in entfernter Anlehnung an die klassischen Specklinsen entstanden – und schmeckt uns schon längst mit magerem Schinken und Gemüse besser als das Original.

Das ganze Rezept zum Nachlesen  – und gerne auch Ausdrucken – findest du hier:

http://www.saueregger.at/helmut/kochen/LinsenmitKnoedel.pdf

Nicht alles klappt gleich auf Anhieb. Längere Zeit komplett vom Speiseplan verschwunden waren Gerichte, die Schlagobers in der Sauce verwenden. Man könnte wie bei Gerichten in der Mayr-Kur üblich, auch vermehrt Kartoffelsaucen verwenden. Da haben wir noch Potential offen und erst relativ wenig ausprobiert.

Manchmal hilft es auch, die Geschäfte ein wenig abzugrasen, nach Lebensmitteln, die vielleicht bisher noch nie verwendet wurden. So habe ich in der laktosefreien Abteilung eine “Sojasauce” gefunden, die keinerlei Ähnlichkeit mit der üblichen dunklen Sojasauce hat, sondern anstelle von Schlagobers für cremige helle Saucen verwendet werden kann.

So gibt es heute Mittag wieder einmal Spinatspätzle.

spinatspaetzle_4913Früher gab es dieses Mayr-Gericht mit einer Schinken-Obers-Sauce. Dafür verwenden wir jetzt Joya Finesse zum Kochen. Im Frühling dürfen für die Spätzle gerne Bärlauch oder Brennnessel verwendet werden. Jetzt im Herbst gibt es die Version mit Spinat.

http://www.saueregger.at/helmut/kochen/Spinatspaetzle.pdf

Man kann über Ernährung in hitzige Debatten geraten. Auch nicht wirklich “herzgesund” ;-) Wichtig ist es, für sich selbst einen gangbaren Weg zu finden, Rezepte an die eigenen Zielsetzungen anzupassen. Unsere Rezepte sind in einer eigenen Mappe gesammelt. Eine Ringmappe – damit leicht neue Rezepte hinzugefügt werden können. Oder neuerliche Änderungen frisch ausgedruckt und ausgetauscht werden können.

So können wir in Ruhe in Rezepten blättern, die wirklich alle möglich sind. Herkömmliche Kochbücher bleiben zum Schmökern für Zeiten, wo man Zeit und eine positive Stimmung hat, um die Rezepte anzupassen. Hungrig und in Eile kann es frustrierend sein. So kann ich nur wärmstens empfehlen, dir deine passenden und für gut befundenen Rezepte auch aufzuschreiben und an einem Platz zu sammeln. Keine neue Idee – denn auch die Oma hatte schon ihre Rezepte gesammelt in “Omas Rezepteheft”.

Du hast heute wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Telašćica

Der südlichste Teil der Insel Dugi Otok ist Naturschutzgebiet. Bei Seglern bekannt ist dieTelašćica, weil diese langgestreckte Bucht mit noch eingestreuten Inseln  nicht nur sehr schön, sondern vor allem sehr gut windgeschützt liegt.

Am nördlichsten Rand dieser Bucht führt eine Straße entlang, die eine Ansammlung von prächtigen Königskerzen begleiten.

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verbascum_5817Wenn man genauer hinschaut, sehen die oberen drei Staubgefäße wie wuschelige kleine Bürsten aus – ich hoffe, man sieht es, ohne einen näheren Ausschnitt gut genug. Ein Bild, wie es gut zu Verbascum densiflorum, der Großen Königskerze, passt.

Mit Johanniskraut als Begleiter, und eingestreuten Natternköpfen – nein, keine Schlangen, sondern Blüte wie im Bild unten ;-) -  ergibt das einen sehr farbenfrohen Straßenrand.

echium_5830Immer wieder in die Landschaft eingestreut, über andere Pflanzen rankend und dahinkletternd ist auch eine sehr blühfreudige und kräftige Wildrose.

wildrose_5870Landabschnitte und Wasser sind hier manchmal ein wenig schwer zu durchschauen. Und an manchen Stellen trennt auch nur ein relativ schmaler Inselstreifen die geschützte Telašćica-Bucht vom “großen” Meer im Westen – wo die Insel teilweise sehr steil ins Meer abfällt. Es  führen mehrere Wege von der Bucht hinauf zu Aussichtspunkten auf diese Klippen.

klippen_6361klippen_6053Von einem dieser Aussichtspunkte sieht man auf der einen Seite auf die Klippen – wie oben – und auf der anderen Seite auf den kleinen salzhaltigen Binnensee, der auf dieser kleinen Landzunge auch noch Platz findet.

cistus_6065Im Vordergrund die rosa Zistrose ist Cistus creticus, die zu Deutsch die Graubehaarte Zistrose heißt. Sie ist häufig anzutreffen und bildet immer wieder einen hübschen Blickfang.

Der kleine salzige See ist durch die geringe Fläche im Sommer wärmer als das Meer – und wird auch etwas salziger. Mir persönlich ist der größere Salzgehalt nicht aufgefallen. Das Schwimmen war angenehm – und jetzt im Frühsommer war ein bisschen wärmer gerade richtig.

silbersee_6074Er ist aber nicht nur angenehm zum Schwimmen, es führt auch ein sehr bequemer Spazierweg rundherum. Und überraschend gleich neben dem Weg hat mich diese Ragwurz erfreut, besonders weil sie schon weitgehend verblüht war, aber gerade noch diese eine Blüte hatte… (der helle Fleck im Hintergrund ist die Sonne, die sich im See spiegelt…)

ophrys_5985Erfrischt und erfreut fällt mir beim Rückweg noch ein “unbekannter Farbfleck” ins Auge…

verbascum_5948Im ersten Moment habe ich keine Idee, was das sein kann. Und dann seh ich plötzlich…. 3 kleine behaarte Staubfäden… Solche Bürstchen haben wir doch grad vor kurzem gesehen ;-) . Kann das eine Königskerze sein? In dieser Farbe? Mit Nachblättern hab ich sie gefunden. Der Königskerzenverdacht war ganz richtig. Es ist Verbascum phoeniceum, die Violette Königskerze.

Noch einen letzten Blick in die Telašćica-Bucht, diesmal mit Segelbooten…

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Luka

In einer ruhigen Bucht auf der kroatischen Insel Dugi Otok liegt Luka.

luka_5643Der “schlichte” grüne Eindruck im Vordergrund lässt nicht erkennen, dass hier sehr hübsche bunte Schätze in der Macchie und zwischen Olivenbäumen still und im Verborgenen blühen. Ein Tausendguldenkraut mit seinem zarten Rosa begleitet immer wieder die Wege, einzeln, in kleinen Gruppen – oder sogar kleine Flächen bildend.

centaurium_5725So auf Urlaub… kann man ruhig einen näheren Blick auf die hübsch gedrehten Staubgefäße werfen…

centaurium_5746Und manches von dem Rosa… ist gar nicht das Tausendguldenkraut… Farblich nicht so weit entfernt, aber botanisch dafür umso weiter weg, sind es recht prächtige Orchideen, die sich hier so harmlos geben.

anacamptisLuka_5614Und so spaziert man an Blumen und Büschen vorbei… entdeckt wieder neue, oder findet auch wieder gleiche… und trifft ganz sicher auch den einen oder anderen Salbei.

Salbei_5645Herrlich aromatisch sind die Blätter. Denen traut man eine Heilkraft zu. Aber die Blüten…. passt das zum Salbei?

Salbei_5879Gerade den Salbei kennt man ja an der hochgewölbten Oberlippe. Diese Blüte hier hat ja eine fast gerade/waagrechte Linie an der Oberseite, macht gar nicht diesen typischen Salbeiblüten-Eindruck.

Doch das ist ganz richtig so. Der “echte” Salbei, Salvia officinalis,  schaut tatsächlich so aus, mit fast gerader Oberlippe. Na sowas.

Das ist der Vorteil, wenn man Ende Mai auf Urlaub sein kann. Es blüht noch mehr als im Sommer. Lohnender sind solche “Blumenspaziergänge” an Vormittagen – weil viele Blüten am Nachmittag zumachen.

Und wenn du Glück hast…. bekommst du hier sogar wildwachsende Gladiolen zu Gesicht…

gladiole_5761Das ist dann wirklich wow ;-) ….

Nachtfalter-Besuch

Ganz gegen meine Gewohnheit, muss ich heute einmal ein Tier posten. Wenn mir schon einmal ein seltener Gast – in beeindruckender Größe so ins Auge fällt. Einfach so im Garten, und nicht im Schmetterlinghaus.

seitlich_5580Facebook sei Dank hatte ich vor kurzem Fotos gesehen vom Wiener Nachtpfauenauge (auf Facebook Wiener Wildnis)

Trotzdem hab ich ziemlich gestaunt, dass das vermeintliche “Holztrumm beim Bach” – bei näherer Betrachtung zum Schmetterling geworden ist…

Inzwischen hab ich ja schon nachgelesen und im Netz gestöbert und weiß nun, dass das Wiener Nachtpfauenauge (von dem ich bis vor Kurzem noch nichts wusste) 10 bis 16 cm groß werden kann, empfindlich ist auf Spritzmittel, und die Raupen auf Laubbäumen wie Nussbäumen, Haselnüssen, und auch Obstbäumen (Apfel, Zwetschke z.B.) wohnen. Na, da hat er bei uns ja sicher etwas gefunden.

Sehr vorsichtig sind wir ein Stückchen näher heran… wir wollen ja nicht einen riesigen Falter, den wir zum ersten Mal in unserem Leben sehen, gleich wieder verscheuchen. Deshalb haben wir auch nicht nachgemessen, wie groß er wirklich ist…  Wir wollten ihn einfach möglichst wenig stören. Er darf weiter dort sitzen, wo er sich hingesetzt hat.

naeher_5582Offenbar lässt er sich aber eh nicht sehr aus der Ruhe bringen.

Nach den “zarten”  Fühlern zu beurteilen dürfte es ein Weibchen sein. Die Fühler der Männchen sind noch länger gefiedert (und sehen dadurch “federnhafter” aus).

Herzig irgendwie…. so ein großer Falter, und hält sich an einem Grashalm fest…

detail_5568Nachdem er da bleiben mag wo er ist…. versuche ich noch ein Foto von der Falter-Oberseite zu erwischen. Nicht so einfach… weil der Falter am Bachufer sitzt, und an dem Gras mehr hinterrücks nach unten hängt – und ich keine ausfahrbaren Arme habe.

oberseite_5594… hm, tja…  man sieht, dass er auf jedem Flügel ein Auge hat, und ein weißes Band am Flügelrand…und nach vorne zu heller wird. Der pelzige Kerl.

Schön, dass er da war.