komplementär

bedeutet „ergänzend“.

Warum ich das hier schreibe? Weil das, womit ich am liebsten arbeite – sowohl die Blütenessenzen als auch die Art des kinesiologischen Testens – zu den komplementären Methoden zählt. Das sind somit Methoden, die etwas ergänzen – die eigenen Bemühungen jeder einzelnen Person oder einen Arzt- oder Therapeutenbesuch beispielsweise.

Natürlich habe ich den Ansporn dadurch weniger – oder kürzere – schulmedizinische Behandlungen notwendig zu machen. Sie stehen aber niemals „statt“ einer solchen. Daher sage ich  – für mich logischerweise – niemals „alternative Methoden“.

Der allgemeine Sprachgebrauch nimmt es da meistens weniger genau. So werden alle möglichen „nicht-medizinischen“ Vorgehensweisen in einen gemeinsamen Topf geworfen, und mit „alternativ“ beschriftet. Und mehr in dem Sinne verwendet, dass sie einfach „anders“ sind als schulmedizinische Anwendungen.

Diese etwas legere Verwendung von alternativ statt komplementär beschreibt aber leider manchmal haargenau die verwaschene, unklare Vorstellung von diesem Eintopf der „alternativen Methoden“. Einerseits wird selbstverständlich von der blanken Wirkungslosigkeit ausgegangen –  „ja, da muss man halt dran glauben“, reine Abzocke das…. und im selben Atemzug wird mir erklärt…“Bachblüten kenn ich eh, ist ein Beruhigungsmittel. Naaa, brauch ich nicht. Nicht, dass ich dann gleich einschlaf jetzt beim Tisch“.

Ja, wie jetzt. Wirkt sowieso nicht, aber von einem Tropfen kippt man gleich vom Tisch.

Menschen mit klaren Abneigungen gegen Bachblüten lasse ich ja sehr gerne in Ruhe. Es ist ja jeder so frei, sie nicht zu mögen und sie nicht zu verwenden. Aber wenn solche Personen in Eigenregie zu starken Medikamenten greifen und sich zwar bedauernswert finden aber ansonsten auf dem rechten Weg glauben, dann geht mir manchmal das Verständnis aus…

Buchenblätter – als Bachblüte steht die Buche für Toleranz

Und wenn ich dann den Schock verdaut habe… dann weiß ich wieder wie sehr ich meine Klienten schätze. Wie froh bin ich, dass es Menschen gibt, die meine Liebe zu komplementären Methoden verstehen, achtsam leben und wie ich selbst Hilfe und Unterstützung von Blütenessenzen oder Knospenpräparaten annehmen können. Danke!!

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Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Prophet des 21. Jahrhunderts

Da haben wir – Österreicher, Europäer, Weltbürger, vor allem aber die Bürger der grossen und vertrauensvollen „In God We Trust“ Staaten – mit offenem Mund und noch grösseren Augen die ersten 7 Tage seit dem 20.Jänner 2017 erleben dürfen.

Dabei hat der österreichische Autor Fritz von Herzmanovsky-Orlando schon vor knapp hundert Jahren so eine Situation beschrieben. In seinem vor 1929 geschriebenen Roman „Maskenspiel der Genien“ beschreibt er das so (Quelle: e-book Ausgabe Residenz Verlag 2010)

Durch dieses Wahlsystem war jedem Schwindel, jeder Bestechlichkeit, jeder Intrige der Weg einfach abgeschnitten, und auf diese Weise kamen Männer aller Stände, ohne Ansehung von Bildung, Reichtum, Gelehrsamkeit, Abkunft, ja nicht einmal von Unbescholtenheit, zur höchsten Würde – ein Vorgang, den in ähnlich genialer Weise bloß noch das Papsttum sein Eigen nennt. Allerdings wird dort auf den letzterwähnten Punkt rigoros geschaut.

Der eigentlich mächtigste Mann im Reich war aber der sogenannte »Sküs«, nach einer ein wenig komischen, harlekinartigen Figur dieser Karten so genannt. Doch sei man weit entfernt zu glauben, dass diese unbedeutende Äußerlichkeit auch nur das Geringste mit der inneren, erhabenen Würde der Stellung zu tun gehabt hätte. Große Staatsmänner wirken äußerlich immer etwas komisch.

Dieser Sküs also war der Reichskanzler, der den Staat mit diktatorischer Gewalt lenkte, fast stündlich neue Gesetze aus dem Ärmel schüttelte und jede Woche irgendetwas Umwälzendes tat.

Früher dachte ich, dieser „Tarockei“ genannte Staat wäre eine Karikatur des damaligen Österreich. Heute glaube ich eher, dass der Autor Zugang zu einer Zeitmaschine gehabt haben muss.

Sudoku with a Selfie Stick

(English version below)

 

Lass Dich nicht vom süssen Bild in die Irre führen, hier geht es wirklich um Sudoku. Um Lösungsmethoden.

Die Suche nach dem xy-wing ist das Erste was ich anfange, wenn mit „normalen“ Mitteln nichts mehr geht.

Es ist ja ein wirklich auffälliges Muster: drei Kästchen mit jeweils zwei Ziffern. Das ist leicht zu erkennen und auch mit hoher Sicherheit: wenn ich einmal durch bin, von oben nach unten, dann hab ich entweder einen gefunden oder es ist eben keiner drin.

Ärgerlich sind dabei nur die Fälle wo der „wing“ zwar da ist, aber nichts beflügelt. Total nutzlos. Weil die Kästchen, die von den beiden Flügelspitzen gesehen werden können, die gemeinsame Zahl nicht enthalten.

Ein bisschen so, wie wenn du mit dem smartphone ein selfie von dir mit deinen Freunden machen willst: die Kamera wäre ja vorhanden, aber der Arm ist zu kurz und es passen nicht alle drauf. Die Lösung ist einfach: wenn dein Blickfeld zu klein ist, dann brauchst du eine Verlängerung – den Selfie-Stick !

Im Herbst 2007 hat mich der user re’born auf dailysudoku.com mit dem Konzept bekanntgemacht, das Ende eines xy-wings noch ein Stück weiter zu „transportieren“ und damit einen bisher nutzlosen wing noch produktiv einzusetzen. Seither nutze ich diese Technik immer wieder mit Erfolg, um in den „very hard“ oder „advanced“ wesentlich schneller und mit viel weniger Mühe ans Ziel zu kommen. Manchmal werden dadurch einige ganz schwere Rätsel für Frühstücks-Sudoku-Löser wie mich überhaupt erst lösbar.

Wie die Methode geht, erklärt Keith in diesem Beitrag im Yin-Yang Blog, der dafür nötige Zusatzaufwand ist minimal: immer wenn du einen xy-wing gefunden hast, der nichts „hergibt“, schau ob du mit einer kleinen Verlängerung (eben so etwas wie einem Selfie Stick) nicht doch zum Ziel kommst.

Ein schönes Beispiel ist das „Für Meister“ vom 12.1.2017. Nach den Basistechniken finden sich schon in den ersten paar Zeilen (gleich mehrere) „nutzlose“ xy-wings, die durch Verlängerung direkt zum Ziel führen. Wenn du dir das live ansehen willst, dann folge dem Link zum Sudok-o-Rama vom 12.1.2017. Klicke dort auf den Erste-Hilfe-Koffer rechts oben, der dich zum Helfer führt. Um schneller durch die Basisschritte zu eilen, wähle die Aktion AUTOMATIK und drück auf den „Los!“ Knopf. Um die verfügbaren „Spezial Methoden“ zu sehen, noch einmal „Los!“ und du kannst dir jeden möglichen Schritt einzeln anzeigen lassen.

„Helmut’s Sudoku Helfer“ kennt diese Methode seit Anfang 2017, und ab März werden einige der „Sehr Schwer“ im Sudok-o-Rama nicht mehr ohne diese Technik (oder noch aufwendigere) zu lösen sein.

Viel Spass !

English version:

Selfies are fun, so is Sudoku. But – Sudoku with a Selfie ???
This article is indeed about Sudoku, in particular about some really frustrating Wings.

When I solve a very hard Sudoku, usually the first thing I do after basics is to look for XY-Wings. The pattern is very easy to spot, and after having searched the puzzle from top to bottom, I can be resonably sure that I did not miss any XY- or XYZ-Wings.

What I find truly frustrating, though, is to spot such a wing and then to realize that it yields – nothing! The pattern is there, but none of the cells that see both ends of the pincers contains the common candidate. The tool is there, but it does not grasp anything useful. You have the pincers, but nothing to pinch!

Just like trying to take a selfie of yourself and a group of friends and realizing that the group will not fit into the picture. The solution is quite simple: extend your reach !

It was in late 2007 that user re’born on dailysodoku.com introduced me to the concept of „transport“: to extend one (or both) ends of a „useless“ wing and find eliminations that were not possible with the original wing alone. I’ve used this method quite often to solve difficult puzzles, or simply to take a shortcut. The cost/benefit ratio is fantastic: a small extra effort of a few seconds can save you many minutes of tedious searching.

For those of you are not yet familiar with the technique, Keith has recently published an excellent article here on the the Yin-Yang Blog.

Late last year, I found some time to upgrade „Helmut’s Sudoku Helper“: the new 4.1 version will be able to spot the situations where „useless“ wings can be extended and made useful again. And, from March 2017, puzzles in the Sudok-o-Rama will be graded „Very Hard“ if they can be solved by this technique.

Even now, quite a few of the puzzles in the Sudok-o-Rama yield to the „Turbot Wing“.
Take, for example, the January 12th, 2017 „Advanced“ puzzle. After basics, there are a couple of „useless“ XY-Wings, that – when properly extended – solve the puzzle immediately.

I might add that even if you do have a useful wing, it becomes useless after you have made the available candidate eliminations. Don’t forget to use the Selfie Stick for a better view before moving on!

Enjoy!

Sudoku: Using Wing Pincers as a Link in a Skyscraper or Kite

For years now, some of us (Marty, Keith, and Helmut, et al) have been using “useless” or “flightless” wings as a link to make eliminations in more difficult puzzles.  We have all remarked on how useful and powerful the technique might be.

More recently, Helmut Saueregger (Nataraj) engaged me in a new discussion on this, and he has extended his Helmut’s Sudoku Helper (HSH) to find these things.  HSH is here:

http://www.saueregger.at/sudoku/HSH/HSH.htm (Note 1)

You should be looking at HSH V4.1 or greater.

For the following, we will use XY-wings as the example.  However, the same logic applies to W- and M-wings.

There are two requirements:

1. You know how to find Kites and Skyscrapers, which are collectively known as Turbot Fish (Note 2).

2. You know how to find an XY-wing.

(We also imply that you use pencil and paper to solve Sudoku for personal enjoyment. If you see Sudoku solving as a contest in computer software, please do not read further.)

The simple point here is that the pincers of a Wing can be one link of the two links that make up a Turbot pattern.

Here is an example (from Helmut):

+-------+-------+-------+
| 2 8 . | 1 . . | . . . |
| . 1 5 | 7 4 . | 6 8 . |
| . . . | . . . | 9 . . |
+-------+-------+-------+
| 5 . . | . 9 . | . . 8 |
| . . . | 4 . 2 | . . . |
| 1 . . | . 8 . | . . 4 |
+-------+-------+-------+
| . . 7 | . . . | . . . |
| . 9 2 | . 3 6 | 7 5 . |
| . . . | . . 4 | . 6 9 |
+-------+-------+-------+

After basics:

+-------------------+-------------------+-------------------+
| 2     8     69    | 1     56    59    | 34    34    7     |
| 39    1     5     | 7     4     39    | 6     8     2     |
| 367   3467  346   | 23    26    8     | 9     1     5     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 5     23467 346   | 36    9     137   | 123   237   8     |
| 379   37    8     | 4     15    2     | 15    379   6     |
| 1     2367  369   | 356   8     357   | 235   2379  4     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 68    56    7     | 9     125   15    | 248   24    3     |
| 4     9     2     | 8     3     6     | 7     5     1     |
| 38    35    1     | 25    7     4     | 28    6     9     |
+-------------------+-------------------+-------------------+

There is an XY-wing 2-35 in R9C4.  After that:

+-------------------+-------------------+-------------------+
| 2     8     69    | 1     56    59    | 34    34    7     |
| 39#   1     5     | 7     4     39#   | 6     8     2     |
| 367   467   346   | 23@   26    8     | 9     1     5     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 5     23467 346   | 36    9     137   | 123   237   8     |
| 379   37    8     | 4     15    2     | 15    379   6     |
| 1     2367  369   | 356   8     357   | 235   2379  4     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 68    56    7     | 9     125   15    | 248   24    3     |
| 4     9     2     | 8     3     6     | 7     5     1     |
|-38    35@   1     | 25    7     4     | 28    6     9     |
+-------------------+-------------------+-------------------+

It seems you now have to join the chain gang (Note 3). But, let’s look closer:
@@ are the Wing pincers.  One or both is 3.
## is a strong link on 3.  Together @@ and ## make a sort of Kite.
R9C1 is not 3, puzzle solved!
Note that there is also a flightless XY-wing 23-6 in R3C4 that takes out 6 in R4C3:

+-------------------+-------------------+-------------------+
| 2     8     69#   | 1     56#   59    | 34    34    7     |
| 39    1     5     | 7     4     39    | 6     8     2     |
| 367   467   346   | 23    26@   8     | 9     1     5     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 5     23467 34-6  | 36@   9     137   | 123   237   8     |
| 379   37    8     | 4     15    2     | 15    379   6     |
| 1     2367  369   | 356   8     357   | 235   2379  4     |
+-------------------+-------------------+-------------------+
| 68    56    7     | 9     125   15    | 248   24    3     |
| 4     9     2     | 8     3     6     | 7     5     1     |
| 38    35    1     | 25    7     4     | 28    6     9     |
+-------------------+-------------------+-------------------+

How difficult is this?  I think it is quite easy.
Personally, after doing the basics, I check for strong links to find single-digit eliminations (usually Turbots, which are Skyscrapers and Kites). That is explained here:
http://forum.enjoysudoku.com/post247168.html#p247168
As a side benefit, this Turbot search is a check that you have done the basics correctly.
After that, I look for XY-, W- and M-wings (note 4). Even if these wings do not make eliminations by themselves (they are “flightless”), I now have all the information to find the “Turbot Wings” described here (Note 5).
So, I think this is not a very “advanced” technique. Actually, I think it simplifies the issue, by taking links found by multi-digit techniques back into the single-digit world.

Keith

  1. Notes:
    Helmut’s Sudoku Helper (HSH) is an interesting tool that allows you to explore paths through puzzles. It is not a Sudoku solver per se.
  2. If this is new to you, start with Havard’s excellent explanation: http://forum.enjoysudoku.com/strong-links-for-beginners-t3326.html
  3. See also http://hodoku.sourceforge.net/en/tech_sdp.php for more on Skyscrapers, Kites, and Turbots.
  4. https://www.youtube.com/watch?v=zBn5aIfZElE
    For more on M- and W-wings see: http://www.dailysudoku.co.uk/sudoku/forums/viewtopic.php?t=2143
  5. Names are an aid to communication, and I think the name “Turbot Wing” is appropriately descriptive of a Turbot where one of the two links comes from a Wing.

 

und „nah am Wasser gebaut“

Ich habs in meinem letzten Eintrag richtig wörtlich genommen – aber spontan fällt einem ja eher die Redewendung ein, die meint, dass man sehr leicht weint. Bei Hochzeiten, Filmen, Reden, Geschenksübergaben, Begräbnissen… oder einfach so. Wenn du die einfach-so-Version von dir selbst kennst, dann gehörst du wahrscheinlich zu jenen Frauen, bei denen sich auch die hormonellen Berg- und Talfahrten leicht aufs Gemüt schlagen. Schwangerschaft, oder die Wechseljahre beispielsweise. Eine der hormonellen Achterbahnen eben. Nicht alle trifft es gleich. Zum Glück.

Nun habe ich ja mit den Bachblüten schon einige gute Helferleins, die für solche Fälle in Frage kommen. Oftmäls lässt sich die Sensibilität bereits mit Chicory auf ein robusteres Maß anheben.

wegwarte_4299Und gerade kam im Bachblüten-Forum genau die Frage danach. Es kann wirklich lästig sein. Je nach Abstufung, Anlässen und sonstiger Gesamtsituation des Menschen kommen noch andere Bachblüten in Frage, wie z.B. Star of Bethlehem. Aber da ist dann schon ein echter trauriger Anlass im Spiel. Mir gehts jetzt mehr um die Situation, wo jemand wirklich „zu nah am Wasser“ gebaut ist, der auslösende Moment und die Tränen  sich irgendwie nicht so „verhältnismäßig“ anfühlen. Mustard wär vielleicht auch noch eine passende Bachblüte. Die Mustard-Traurigkeit kommt auch „aus heiterem Himmel“. Ist aber eben auch eine „Traurigkeit“, nicht dieses Überschwappen der Tränen aus beliebigen Gefühlen und Anlässen.

Als Symptom im Laufe der Wechseljahre habe ich auch Bekanntschaft damit gemacht. Nachdem ich in Bezug auf Bachblüten schon recht viel Erfahrung habe, habe ich die Gelegenheit genützt und mich mehr auf Selbstversuche mit den Knospenextrakten verlegt. Ganz oben auf meiner Hit-Liste steht da nun die Himbeere.

himbeeren_6860Gar nicht so verwunderlich, sind doch auch die Himbeerblätter als Tee ein gut bekanntes Mittel bei allen Formen von „Frauenleiden“. Dachte ich. Ein Kontrollblick in Heilkräuterbücher ergibt nämlich kaum einen Hinweis auf diese Anwendung. Nur in speziell für Frauen geschriebenen Ratgebern ist sie hartnäckig zu finden. Meine Erfahrung mit den Himbeerknospen-Extrakten zeigt mir: zu Recht :-). Gerade diese „übersensiblen“ Gemütsverfassungen lassen sich mit dem Extrakt aus den Knospen der Himbeere gut stabilisieren.

Wie bei allen – von mir am meisten geliebten „harmlosen“ – Mitteln ist es sicher nicht für jede Frau gleichermaßen nützlich und hilfreich. Meiner Erfahrung nach ist es auch nicht in jeder Phase gleich. So können je nach sonstigen Unpässlichkeiten andere Knospen die bessere Wahl sein. Walnussknospen-Extrakt beispielsweise. Oder als Bachblüte Walnut.

walnuss1496Knospenextrakte und Bachblüten vertragen sich generell sehr gut und lassen sich auch hervorragend kombinieren.

Falls du überlegst, dir ein Bachblüten-Buch zuzulegen: Letzten Herbst ist ein schönes Werk von einer mir persönlich bekannten Klosterneuburgerin erschienen. Ihre Texte zu den einzelnen Blüten sind sehr liebevoll verfasst und gerade so lange gehalten, dass meist auf einer Doppelseite ein Gesamtwerk von Text und stimmigen Fotos Platz findet, dazu noch die originale (englische) Beschreibung von Bach selbst. Da ist schon fast die Beschäftigung mit den Beschreibungen hilfreich.  Selbsthilfe mit Bachblüten

 

nah am Wasser

Wenn man sich so umschaut in Österreich… dann stehen die größeren Städte an  größeren Flüssen, Wien und Linz an der Donau, Graz an der Mur, Innsbruck am Inn, jetzt nur so als Beispiele, – und überhaupt Ortschaften gerne entlang von Gewässern.

Ich selbst schätze mich auch glücklich, weil unser Grundstück an ein kleines Bacherl angrenzt. So ein erholsames nettes Platzerl

kierlingbach0078

Aber nicht nur Siedlungsgebiete liegen gerne in einem Naheverhältnis zu Wasser – auch Wanderwege werden attraktiver und abwechslungsreich, wenn sie an Bächen oder Wasserfällen entlang oder dran vorbei führen.

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Ist einfach schön.

Nur manchmal werden wir erinnert, dass es nicht immer so lieblich zugeht in der Natur. Weiterlesen

Mammutbäume

Als es konkreter wurde, dass wir nach Kalifornien fliegen, war für mich klar, dass ich gerne einen Mammutbaum in möglichst natürlicher Umgebung sehen möchte. Das Hauptziel war unsere Tochter zu besuchen, die zur Zeit ihr Masterstudium in Stanford absolviert. Das ist in Palo Alto, südlich von San Francisco. Das war daher unser Ausgangspunkt.

paloAlto_0385Pflanzenliebhaber wie ich sehen neben dem Schriftzug das Baum-Symbol rechts auf dem Schild. Und gleich dahinter sind zwei „Redwoods“ in Echt zu sehen. Nicht nur Palo Alto, auch die Universität Stanford trägt diesen Baum in ihrem Siegel – und er steht auch für Kalifornien.

Aber für mich braucht er gar nicht so ein gewichtiger Symbolträger sein. Einfach weil es ein ungewöhnlicher Baum ist, wollte ich die Gelegenheit nützen und einen „original-Schauplatz“ sehen – einen natürlichen Lebensraum von Mammutbäumen, wo einzelne Bäume schon vor dem Nullpunkt unserer Zeitrechnung zu wachsen begonnen haben – also seit mehr als 2000 Jahren leben. Sind so groß und berühmt, kann ja nicht schwer sein

Erste Hürde: Es gibt nicht „den“ Mammutbaum – sondern es sind 2 Arten, die in Kalifornien heimisch sind. Die Entfernungen sind groß, mein Aufenthalt begrenzt. Also welchen von beiden soll ich mir aussuchen? Weiterlesen

Vertikutieren – oder nicht

Wer einen schönen grünen Rasen möchte, ist im Frühjahr dazu angehalten seinen Rasen zu vertikutieren. Das Wort ist zusammengesetzt aus den englischen Begriffen vertical und cut. Es wird also senkrecht (lotrecht, gerade in die Erde) geschnitten.

Dazu muss man verstehen, dass Gräser senkrechte Wurzeln haben. Und viele der Rasenunkräuter ein waagrechtes Wurzelgeflecht. Durch dieses Anritzen der Erde wird daher Gras nicht geschädigt, das Unkraut jedoch schon. Das Gras wird dadurch „belüftet“, es bekommt wieder gut Platz und kann sich schön entwickeln. Damit es noch besser wächst, wird dazu geraten, nach dem Vertikutieren auch gleich zu düngen.

Doch die Verkettungen sind kompliziert – und der Weg zu einem saftig-grünen Rasen damit noch keinesfalls „a gmahte Wiesn“. So wird dann Löwenzahn, der mit seiner senkrechten Pfahlwurzel dem Vertikutierenden die lange Nase zeigt, eben händisch ausgestochen. Bleiben noch die ausläufertreibenden Pflanzen wie die Gundelrebe oder der Klee, die durch das Vertikutieren gleich noch besser verteilt und verbreitet werden.

wiese_8641

Die Lösung für den Rasenfreund: dem Rasendünger ist schon gleich ein passender Unkrautvernichter beigefügt.

Hm. Diese Kette nimmt keinen guten Verlauf. Besorgte Gesichter wegen Bienensterben – und Unkrautvernichter im eigenen Hausgarten? Passt das zusammen? Weiterlesen

Gottesanbeterin

Da kratzerl ich gemütlich die Blätter vom Nussbaum zusammen….. Bis… hm…. Moment. Da bewegt sich etwas „anders“.

fangschrecke_7164Schnell den Fotoapparat geholt.

Sieht ja aus wie eine Gottesanbeterin. Aber sind die nicht eigentlich grün? Und gibts da mehrere, oder eh nur eine? Lässt sich natürlich alles übers internet herausfinden.

Aber zuerst muss man einmal hinschauen. Hoffen, dass ein Foto auch was wird….

mantis_7153Sieht ja wirklich toll aus. Sehr alienmäßig. Weiterlesen

Eine Orchideen-Prinzessin

Draußen kühl und regnerisch… eine gute Zeit, um die Urlaubsfotos noch einmal zu betrachten. Da war auf Dugi Otok (Kroatien) eine sehr auffällige Blume dabei… und noch nicht die Zeit, um mich „angemessen“ um sie zu kümmern.

ragwurz_6236„Angemessen“ deshalb, weil sie tatsächlich etwas sehr Besonderes ist. Ich war anfangs begeistert… aber ratlos, was ich da Hübsches vor Augen habe. Erst mit Hilfe von einigen echten Orchideen-Experten habe ich erfahren, dass es eine Varietät einer Bienen-Ragwurz ist, die erst im Jahre 2010 zum ersten Mal beschrieben worden ist (wer genau nachlesen möchte: hier gehts zum thread im Pflanzenbestimmungsforum).

Man gab ihr den Namen Ophrys apifera var. patinata, wegen der schüsselförmigen Unterlippe (im Heft: Berichte aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen 27 (2); 2010).

Dazu muss man wissen, dass die Arten aus der Gattung Ragwurz (Ophrys) allgemein zu starken Spezialisierungen neigen und komplizierte Formen entwickeln, die den unterschiedlichen Bestäubern ein Weibchen vorgaukeln sollen. Weiterlesen