Nebel

Wir verbinden mit Nebel eine Wetterlage, die sich so manchem schwer aufs Gemüt schlägt, ein bissl trist und traurig macht. Ganz anders ist das zum Beispiel für Pflanzen auf La Palma, einer der kanarischen Inseln. Dort wo die Sonne scheint… und scheint… und scheint  Gerade jetzt, so mitten drin in „unserem“ November, wo wir mit dem Nebel gern ein bisschen hadern, möchte ich euch eine andere Sicht der Dinge vorstellen.

Richtigen Regen gibt es sehr selten auf den kanarischen Inseln. Was es aber in ganz bestimmten Lagen praktisch täglich gibt, das sind Wolken- bzw. Nebelphasen, wenn sich die feuchte Meeresluft an Berghängen staut.

Nebel_2419Was da grad so über den Bergkamm drüberschwappt, ist die aufgestaute Nebeldecke von der anderen Seite. Die Berge zum linken und rechten Bildrand hin sind höher, nur in diesem mittleren Bereich kann der Nebel über den Kamm drüberstreichen. Genau dort diesen Kamm entlang führt ein Weg – und auf diesem war ich im Nebel spazieren.

Die Nebelschwaden vom oberen Bild ziehen hier über die Pflanzen hinweg…. manchmal kommt die Sonne ein wenig durch, manchmal sind die Schwaden dichter… Es geht gemütlich (und fast eben) dahin und bunte Blüten begleiten den Weg.

cistusNebel_2685Das kam mir alles ganz normal vor. Ich war ja auf einer kanarischen Insel, wo es viele hübsche Pflanzen gibt.

Nur auf dem Rückweg… da dachte ich mir plötzlich… ja, hallo… wo sind die alle hin? Der völlig gleiche Weg… und plötzlich blüht…. „nix“? Weiterlesen

Gemmotherapie

Gemmotherapie? Nein, es geht nicht um Edelsteine. Da werden Knospen  von Bäumen oder auch junge Schösslinge von Pflanzen verwendet. Knospe heißt lateinisch „Gemma“. Diese kommen in ein Lösungsmittelgemisch, das möglichst gut konservierend und möglichst wenig zerstörend ist. Die Einnahme erfolgt tropfenweise.

Ich weiß schon lange, dass es diese Verwendung der Knospen gibt. Aber jetzt hab ich auch überrascht bemerkt, dass diese Knospenmazerate der Schwarzen Ribisel z.B. richtig gut schmecken :lol: (hatte ja schon eher das „Vorurteil“, dass dieses Knospenzeugs mehr nach „Holz“ schmeckt *örks*. Bei manchen Bäumen ist es aber schon so. Muss mich aber erst langsam durchprobieren.)….

Aaber das lustigste daran (für mich *gg*)….: es gibt auch eine ganz eigene Theorie dazu, wie man sie am besten anwenden soll. Und da nimmt man sich Anleihen aus der Natur. Und zwar ungefähr nach der Pflanzensoziologie. So sollte man z.B. die Walnussknospen nur eher alleine geben (nicht gemischt), weil der Baum am Naturstandort auch eher ein Einzelgänger ist. Oder Baumknospen mit Heilpflanzen begleiten und unterstützen, die auch in der Natur gerne in seiner Nähe vorkommen.

Das ist doch einmal eine wirklich eine Therapieform, wo ich so richtig die Botanik brauchen kann.
lg, johanna