komplementär

bedeutet „ergänzend“.

Warum ich das hier schreibe? Weil das, womit ich am liebsten arbeite – sowohl die Blütenessenzen als auch die Art des kinesiologischen Testens – zu den komplementären Methoden zählt. Das sind somit Methoden, die etwas ergänzen – die eigenen Bemühungen jeder einzelnen Person oder einen Arzt- oder Therapeutenbesuch beispielsweise.

Natürlich habe ich den Ansporn dadurch weniger – oder kürzere – schulmedizinische Behandlungen notwendig zu machen. Sie stehen aber niemals „statt“ einer solchen. Daher sage ich  – für mich logischerweise – niemals „alternative Methoden“.

Der allgemeine Sprachgebrauch nimmt es da meistens weniger genau. So werden alle möglichen „nicht-medizinischen“ Vorgehensweisen in einen gemeinsamen Topf geworfen, und mit „alternativ“ beschriftet. Und mehr in dem Sinne verwendet, dass sie einfach „anders“ sind als schulmedizinische Anwendungen.

Diese etwas legere Verwendung von alternativ statt komplementär beschreibt aber leider manchmal haargenau die verwaschene, unklare Vorstellung von diesem Eintopf der „alternativen Methoden“. Einerseits wird selbstverständlich von der blanken Wirkungslosigkeit ausgegangen –  „ja, da muss man halt dran glauben“, reine Abzocke das…. und im selben Atemzug wird mir erklärt…“Bachblüten kenn ich eh, ist ein Beruhigungsmittel. Naaa, brauch ich nicht. Nicht, dass ich dann gleich einschlaf jetzt beim Tisch“.

Ja, wie jetzt. Wirkt sowieso nicht, aber von einem Tropfen kippt man gleich vom Tisch.

Menschen mit klaren Abneigungen gegen Bachblüten lasse ich ja sehr gerne in Ruhe. Es ist ja jeder so frei, sie nicht zu mögen und sie nicht zu verwenden. Aber wenn solche Personen in Eigenregie zu starken Medikamenten greifen und sich zwar bedauernswert finden aber ansonsten auf dem rechten Weg glauben, dann geht mir manchmal das Verständnis aus…

Buchenblätter – als Bachblüte steht die Buche für Toleranz

Und wenn ich dann den Schock verdaut habe… dann weiß ich wieder wie sehr ich meine Klienten schätze. Wie froh bin ich, dass es Menschen gibt, die meine Liebe zu komplementären Methoden verstehen, achtsam leben und wie ich selbst Hilfe und Unterstützung von Blütenessenzen oder Knospenpräparaten annehmen können. Danke!!

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und „nah am Wasser gebaut“

Ich habs in meinem letzten Eintrag richtig wörtlich genommen – aber spontan fällt einem ja eher die Redewendung ein, die meint, dass man sehr leicht weint. Bei Hochzeiten, Filmen, Reden, Geschenksübergaben, Begräbnissen… oder einfach so. Wenn du die einfach-so-Version von dir selbst kennst, dann gehörst du wahrscheinlich zu jenen Frauen, bei denen sich auch die hormonellen Berg- und Talfahrten leicht aufs Gemüt schlagen. Schwangerschaft, oder die Wechseljahre beispielsweise. Eine der hormonellen Achterbahnen eben. Nicht alle trifft es gleich. Zum Glück.

Nun habe ich ja mit den Bachblüten schon einige gute Helferleins, die für solche Fälle in Frage kommen. Oftmäls lässt sich die Sensibilität bereits mit Chicory auf ein robusteres Maß anheben.

wegwarte_4299Und gerade kam im Bachblüten-Forum genau die Frage danach. Es kann wirklich lästig sein. Je nach Abstufung, Anlässen und sonstiger Gesamtsituation des Menschen kommen noch andere Bachblüten in Frage, wie z.B. Star of Bethlehem. Aber da ist dann schon ein echter trauriger Anlass im Spiel. Mir gehts jetzt mehr um die Situation, wo jemand wirklich „zu nah am Wasser“ gebaut ist, der auslösende Moment und die Tränen  sich irgendwie nicht so „verhältnismäßig“ anfühlen. Mustard wär vielleicht auch noch eine passende Bachblüte. Die Mustard-Traurigkeit kommt auch „aus heiterem Himmel“. Ist aber eben auch eine „Traurigkeit“, nicht dieses Überschwappen der Tränen aus beliebigen Gefühlen und Anlässen.

Als Symptom im Laufe der Wechseljahre habe ich auch Bekanntschaft damit gemacht. Nachdem ich in Bezug auf Bachblüten schon recht viel Erfahrung habe, habe ich die Gelegenheit genützt und mich mehr auf Selbstversuche mit den Knospenextrakten verlegt. Ganz oben auf meiner Hit-Liste steht da nun die Himbeere.

himbeeren_6860Gar nicht so verwunderlich, sind doch auch die Himbeerblätter als Tee ein gut bekanntes Mittel bei allen Formen von „Frauenleiden“. Dachte ich. Ein Kontrollblick in Heilkräuterbücher ergibt nämlich kaum einen Hinweis auf diese Anwendung. Nur in speziell für Frauen geschriebenen Ratgebern ist sie hartnäckig zu finden. Meine Erfahrung mit den Himbeerknospen-Extrakten zeigt mir: zu Recht :-). Gerade diese „übersensiblen“ Gemütsverfassungen lassen sich mit dem Extrakt aus den Knospen der Himbeere gut stabilisieren.

Wie bei allen – von mir am meisten geliebten „harmlosen“ – Mitteln ist es sicher nicht für jede Frau gleichermaßen nützlich und hilfreich. Meiner Erfahrung nach ist es auch nicht in jeder Phase gleich. So können je nach sonstigen Unpässlichkeiten andere Knospen die bessere Wahl sein. Walnussknospen-Extrakt beispielsweise. Oder als Bachblüte Walnut.

walnuss1496Knospenextrakte und Bachblüten vertragen sich generell sehr gut und lassen sich auch hervorragend kombinieren.

Falls du überlegst, dir ein Bachblüten-Buch zuzulegen: Letzten Herbst ist ein schönes Werk von einer mir persönlich bekannten Klosterneuburgerin erschienen. Ihre Texte zu den einzelnen Blüten sind sehr liebevoll verfasst und gerade so lange gehalten, dass meist auf einer Doppelseite ein Gesamtwerk von Text und stimmigen Fotos Platz findet, dazu noch die originale (englische) Beschreibung von Bach selbst. Da ist schon fast die Beschäftigung mit den Beschreibungen hilfreich.  Selbsthilfe mit Bachblüten

 

nah am Wasser

Wenn man sich so umschaut in Österreich… dann stehen die größeren Städte an  größeren Flüssen, Wien und Linz an der Donau, Graz an der Mur, Innsbruck am Inn, jetzt nur so als Beispiele, – und überhaupt Ortschaften gerne entlang von Gewässern.

Ich selbst schätze mich auch glücklich, weil unser Grundstück an ein kleines Bacherl angrenzt. So ein erholsames nettes Platzerl

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Aber nicht nur Siedlungsgebiete liegen gerne in einem Naheverhältnis zu Wasser – auch Wanderwege werden attraktiver und abwechslungsreich, wenn sie an Bächen oder Wasserfällen entlang oder dran vorbei führen.

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Ist einfach schön.

Nur manchmal werden wir erinnert, dass es nicht immer so lieblich zugeht in der Natur. Weiterlesen

Mammutbäume

Als es konkreter wurde, dass wir nach Kalifornien fliegen, war für mich klar, dass ich gerne einen Mammutbaum in möglichst natürlicher Umgebung sehen möchte. Das Hauptziel war unsere Tochter zu besuchen, die zur Zeit ihr Masterstudium in Stanford absolviert. Das ist in Palo Alto, südlich von San Francisco. Das war daher unser Ausgangspunkt.

paloAlto_0385Pflanzenliebhaber wie ich sehen neben dem Schriftzug das Baum-Symbol rechts auf dem Schild. Und gleich dahinter sind zwei „Redwoods“ in Echt zu sehen. Nicht nur Palo Alto, auch die Universität Stanford trägt diesen Baum in ihrem Siegel – und er steht auch für Kalifornien.

Aber für mich braucht er gar nicht so ein gewichtiger Symbolträger sein. Einfach weil es ein ungewöhnlicher Baum ist, wollte ich die Gelegenheit nützen und einen „original-Schauplatz“ sehen – einen natürlichen Lebensraum von Mammutbäumen, wo einzelne Bäume schon vor dem Nullpunkt unserer Zeitrechnung zu wachsen begonnen haben – also seit mehr als 2000 Jahren leben. Sind so groß und berühmt, kann ja nicht schwer sein

Erste Hürde: Es gibt nicht „den“ Mammutbaum – sondern es sind 2 Arten, die in Kalifornien heimisch sind. Die Entfernungen sind groß, mein Aufenthalt begrenzt. Also welchen von beiden soll ich mir aussuchen? Weiterlesen

Eine Orchideen-Prinzessin

Draußen kühl und regnerisch… eine gute Zeit, um die Urlaubsfotos noch einmal zu betrachten. Da war auf Dugi Otok (Kroatien) eine sehr auffällige Blume dabei… und noch nicht die Zeit, um mich „angemessen“ um sie zu kümmern.

ragwurz_6236„Angemessen“ deshalb, weil sie tatsächlich etwas sehr Besonderes ist. Ich war anfangs begeistert… aber ratlos, was ich da Hübsches vor Augen habe. Erst mit Hilfe von einigen echten Orchideen-Experten habe ich erfahren, dass es eine Varietät einer Bienen-Ragwurz ist, die erst im Jahre 2010 zum ersten Mal beschrieben worden ist (wer genau nachlesen möchte: hier gehts zum thread im Pflanzenbestimmungsforum).

Man gab ihr den Namen Ophrys apifera var. patinata, wegen der schüsselförmigen Unterlippe (im Heft: Berichte aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen 27 (2); 2010).

Dazu muss man wissen, dass die Arten aus der Gattung Ragwurz (Ophrys) allgemein zu starken Spezialisierungen neigen und komplizierte Formen entwickeln, die den unterschiedlichen Bestäubern ein Weibchen vorgaukeln sollen. Weiterlesen

Telašćica

Der südlichste Teil der Insel Dugi Otok ist Naturschutzgebiet. Bei Seglern bekannt ist dieTelašćica, weil diese langgestreckte Bucht mit noch eingestreuten Inseln  nicht nur sehr schön, sondern vor allem sehr gut windgeschützt liegt.

Am nördlichsten Rand dieser Bucht führt eine Straße entlang, die eine Ansammlung von prächtigen Königskerzen begleiten.

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verbascum_5817Wenn man genauer hinschaut, sehen die oberen drei Staubgefäße wie wuschelige kleine Bürsten aus – ich hoffe, man sieht es, ohne einen näheren Ausschnitt gut genug. Ein Bild, wie es gut zu Verbascum densiflorum, der Großen Königskerze, passt.

Mit Johanniskraut als Begleiter, und eingestreuten Natternköpfen – nein, keine Schlangen, sondern Blüte wie im Bild unten 😉 –  ergibt das einen sehr farbenfrohen Straßenrand. Weiterlesen

Luka

In einer ruhigen Bucht auf der kroatischen Insel Dugi Otok liegt Luka.

luka_5643Der „schlichte“ grüne Eindruck im Vordergrund lässt nicht erkennen, dass hier sehr hübsche bunte Schätze in der Macchie und zwischen Olivenbäumen still und im Verborgenen blühen. Ein Tausendguldenkraut mit seinem zarten Rosa begleitet immer wieder die Wege, einzeln, in kleinen Gruppen – oder sogar kleine Flächen bildend.

centaurium_5725So auf Urlaub… kann man ruhig einen näheren Blick auf die hübsch gedrehten Staubgefäße werfen…

centaurium_5746Und manches von dem Rosa… ist gar nicht das Tausendguldenkraut… Farblich nicht so weit entfernt, aber botanisch dafür umso weiter weg, sind es recht prächtige Orchideen, die sich hier so harmlos geben. Weiterlesen

massenhaft – fast nur – Bärlauch

Der Frühling schreitet voran. Die Pflanzen wachsen. Und es ist wieder soweit… Bärlauch so weit das Auge reicht …..  feldmit_4877 Aber Holzauge sei wachsam 😉 . Rechts vorne im Bild… da schauts ein bisschen „komisch“ aus.

salomonssiegel_4884… da hat sich etwas anderes dazwischen geschummelt. Siehst du es? Oder soll ich noch einmal ein Stück näher gehen… Weiterlesen

Frühling

Obwohl der heurige Winter gar nicht besonders kalt oder lang war, die Freude über die ersten Frühlingsboten stellt sich automatisch ein, wenn das Auge über ganze Flächen mit den vielen vielen weißen Schneeglöckchenblüten streifen darf.

schneegloeckchen_4480Die Wildpflanzenfans freuen sich gleich doppelt, wenn sich auch das frische Grün der jungen Bärlauchblätter dazugesellt.

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Nicht jedes Jahr ist gleich, und nicht jeder Frühling bringt die Pflanzen in schön geordneter Reihenfolge. Weiterlesen

Nebel

Wir verbinden mit Nebel eine Wetterlage, die sich so manchem schwer aufs Gemüt schlägt, ein bissl trist und traurig macht. Ganz anders ist das zum Beispiel für Pflanzen auf La Palma, einer der kanarischen Inseln. Dort wo die Sonne scheint… und scheint… und scheint  Gerade jetzt, so mitten drin in „unserem“ November, wo wir mit dem Nebel gern ein bisschen hadern, möchte ich euch eine andere Sicht der Dinge vorstellen.

Richtigen Regen gibt es sehr selten auf den kanarischen Inseln. Was es aber in ganz bestimmten Lagen praktisch täglich gibt, das sind Wolken- bzw. Nebelphasen, wenn sich die feuchte Meeresluft an Berghängen staut.

Nebel_2419Was da grad so über den Bergkamm drüberschwappt, ist die aufgestaute Nebeldecke von der anderen Seite. Die Berge zum linken und rechten Bildrand hin sind höher, nur in diesem mittleren Bereich kann der Nebel über den Kamm drüberstreichen. Genau dort diesen Kamm entlang führt ein Weg – und auf diesem war ich im Nebel spazieren.

Die Nebelschwaden vom oberen Bild ziehen hier über die Pflanzen hinweg…. manchmal kommt die Sonne ein wenig durch, manchmal sind die Schwaden dichter… Es geht gemütlich (und fast eben) dahin und bunte Blüten begleiten den Weg.

cistusNebel_2685Das kam mir alles ganz normal vor. Ich war ja auf einer kanarischen Insel, wo es viele hübsche Pflanzen gibt.

Nur auf dem Rückweg… da dachte ich mir plötzlich… ja, hallo… wo sind die alle hin? Der völlig gleiche Weg… und plötzlich blüht…. „nix“? Weiterlesen