Cholesterinsparsam Kochen

Am Anfang steht oft eine ernste (bis sehr ernste) ärztliche Ermahnung….. Mit der Zeit dämmert es, was es konkret bedeutet……. Keine Salami, Wurst am besten überhaupt keine mehr, Leberkäse gaanz schlecht… aber auch so harmlose Dinge wie die gute Milch, sind plötzlich nicht mehr „gut“. Tierisches Fett ist ab nun die Kurzform für Käse, und oje…  fürs beste Schlagobers. Verflixt das alles. Nix darf man mehr.

Ich hab Glück. Mich selber trifft es gar nicht. Aber wenn einer in einem gemeinsamen Haushalt seine Ernährung streng umstellen möchte….. ja, dann ist es mit dem „mich trifft es nicht“ schon nicht mehr so weit her. Es wird gemeinsam umgestellt. Eh klar, oder?

Praktisch gesehen… muss wirklich JEDES einzelne Gericht neu angepasst werden. Normale Knödel? Zu viel Ei, mit Butter nicht gespart, und genau genommen…. auch die Milch zu fett.

LinsenmitKnoedelAlso wird das Knödel-Rezept umgestaltet.

  • Statt (viel) Butter, nehmen wir jetzt (weniger) Öl zum Anrösten der Zwiebel. Meistens wird es ein gutes Bio-Sonnenblumenöl. Bio und möglichst vollwertig war mir auch früher schon wichtig.
  • Statt normal-fetthaltiger Milch nehmen wir eine Bio-Leichtmilch.
  • Und mit weniger Ei werden es auch noch gute Knödel

Hier kommt kein Gefühl auf, arm zu sein, auf „alles“ verzichten zu müssen… Im Gegenteil: Uns schmeckt die cholesterinsparsam-abgewandelte Variante wirklich, zum Beispiel mit  Linsen. Die sind natürlich auch neu angepasst. Es ist in entfernter Anlehnung an die klassischen Specklinsen entstanden – und schmeckt uns schon längst mit magerem Schinken und Gemüse besser als das Original.

Das ganze Rezept zum Nachlesen  – und gerne auch Ausdrucken – findest du hier:

http://www.saueregger.at/helmut/kochen/LinsenmitKnoedel.pdf

Nicht alles klappt gleich auf Anhieb. Längere Zeit komplett vom Speiseplan verschwunden waren Gerichte, die Schlagobers in der Sauce verwenden. Man könnte wie bei Gerichten in der Mayr-Kur üblich, auch vermehrt Kartoffelsaucen verwenden. Da haben wir noch Potential offen und erst relativ wenig ausprobiert.

Manchmal hilft es auch, die Geschäfte ein wenig abzugrasen, nach Lebensmitteln, die vielleicht bisher noch nie verwendet wurden. So habe ich in der laktosefreien Abteilung eine „Sojasauce“ gefunden, die keinerlei Ähnlichkeit mit der üblichen dunklen Sojasauce hat, sondern anstelle von Schlagobers für cremige helle Saucen verwendet werden kann.

So gibt es heute Mittag wieder einmal Spinatspätzle.

spinatspaetzle_4913Früher gab es dieses Mayr-Gericht mit einer Schinken-Obers-Sauce. Dafür verwenden wir jetzt Joya Finesse zum Kochen. Im Frühling dürfen für die Spätzle gerne Bärlauch oder Brennnessel verwendet werden. Jetzt im Herbst gibt es die Version mit Spinat.

http://www.saueregger.at/helmut/kochen/Spinatspaetzle.pdf

Man kann über Ernährung in hitzige Debatten geraten. Auch nicht wirklich „herzgesund“ 😉 Wichtig ist es, für sich selbst einen gangbaren Weg zu finden, Rezepte an die eigenen Zielsetzungen anzupassen. Unsere Rezepte sind in einer eigenen Mappe gesammelt. Eine Ringmappe – damit leicht neue Rezepte hinzugefügt werden können. Oder neuerliche Änderungen frisch ausgedruckt und ausgetauscht werden können.

So können wir in Ruhe in Rezepten blättern, die wirklich alle möglich sind. Herkömmliche Kochbücher bleiben zum Schmökern für Zeiten, wo man Zeit und eine positive Stimmung hat, um die Rezepte anzupassen. Hungrig und in Eile kann es frustrierend sein. So kann ich nur wärmstens empfehlen, dir deine passenden und für gut befundenen Rezepte auch aufzuschreiben und an einem Platz zu sammeln. Keine neue Idee – denn auch die Oma hatte schon ihre Rezepte gesammelt in „Omas Rezepteheft“.

Du hast heute wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

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